Manchmal macht man Dinge, obwohl man Angst hat. Und dann lässt man sie wieder. Weil man Angst hat. Ganz ehrlich? Wer kennt das nicht. Mir geht es manchmal so und wer meinen Weg schon etwas länger verfolgt, der weiß das auch. Letztes Jahr. Zum Beispiel. Da startete ich einen kleinen Shop, über den ich Prints meiner Fotografien verkaufen wollte. Zum Jahresanfang habe ich ihn wieder eingestampft. Weil ich glaubte, es funktioniert nicht. Weil ich dachte, ich könnte es nicht. Wahrscheinlich, weil ich mir selbst zu wenig vertraut habe. Aber ist es nicht schade, dass man sich selbst manchmal nicht wirklich vertraut. Das man dem Menschen, dem man am besten kennt, Dinge einfach nicht zutraut? 

In den letzten zwei Wochen habe ich zwei Bücher gelesen, von denen ich behaupten würde, dass sie mein Leben – nein mein Denken – grundlegend verändert haben. Zwei Bücher voller Geschichten, die mir eine komplett andere Sicht auf die Welt gegeben haben. Eine Sicht, die meinem Leben eine neue Richtung geben könnte. Welche Bücher das waren? Darauf komme ich in einem anderen Beitrag zu sprechen, denn diese beiden Bücher sind so gut, dass man sie nicht nur in einem Nebensatz erwähnen darf. Aber im Grunde genommen beschäftigt sich das Buch mit der Frage, was man eigentlich wirklich will.  

Obwohl ich die Frage für mich selbst abschließend noch nicht ganz beantworten kann, glaube ich doch, dass ich auf einem guten Weg bin. Mir macht mein Beruf Spaß. Es spielt keine Rolle, ob es Montag, Mittwoch oder Sonntag ist. Das, was ich tue, ist für mich keine Qual und ich brauche selten Zeiten, um meine Akkus aufzuladen. Ich liebe es, meine Welt in Bildern festzuhalten. In festen Bildern, in bewegten Bildern oder auch in geschriebenen Bildern. Und vielleicht ist das sogar der Zweck meiner Existenz. 

NORDIC HEART – inspired by the north

Seit diesem Jahr bin ich immer wieder auf Instagram unterwegs. Ich teile dort meine Fotos, schaue mir die Fotografien anderer an und komme öfter in eine Art digitale Konversation. Man kennt das. Man kommentiert ein Foto, kommt ins Gespräch und folgt sich dann gegenseitig. Irgendwie so. Und dann gab es in diesem Jahr bereits vermehrt Anfragen, ob man die Fotos, die ich auf Instagram teilen würde, irgendwo kaufen könne. Sogar ein Krankenhaus hat angefragt, ob sie einige meiner Fotos auf einer neuen Station aufhängen dürfen, worüber ich mich natürlich sehr gefreut habe. So keimte die Idee wieder auf, einen eigenen Shop zu starten, über den man meine Fotos als Print kaufen kann. Wenn man möchte.

Lange Rede, kurzer Sinn: Am 16.05.2019 geht der Shop online. Ein anderes Konzept, ein anderer Name, losgelöst von meinem Blog. Das war mir, aus verschiedenen Gründen wichtig. Und trotzdem gibt es eine Verbindung zum Blog, denn das Thema der Fotografien wird immer irgendwie der Norden sein. Und weil mein Herz nun mal für den Norden schlägt, trägt mein Shop den Namen „NORDIC HEART“. 

In den nächsten Tagen gibt es noch einiges zu tun. Ich möchte Fotos auswählen, Kategorien anlegen, Produkte einpflegen. Ich möchte einen Flyer gestalten und einen Imagefilm drehen. Ich möchte dieses Projekt dieses Mal mit mehr Ehrgeiz verfolgen, als ich es das letzte Mal getan habe, was allerdings auch bedeutet, dass ich einige Sachen aufgeben, mich von einigen Dingen verabschieden und viele Dinge loslassen muss. Aber ich glaube, es lohnt sich. Und wenn Ihr meinen YouTube-Kanal bereits verfolgt, dann werdet Ihr feststellen, dass ich diesen aufgeräumt habe. Denn diesem möchte ich im gleichen Atemzug neues Leben einhauchen und neue Videos produzieren. Videos, die sich mit meinem Unternehmen und dem Aufbau von NORDIC HEART befassen. Falls Ihr mich dort also noch nicht abonniert habt, dann wäre jetzt Zeit und Gelegenheit. Ich würde mich auf jeden Fall sehr darüber freuen.