Die ersten Kalenderblätter des neuen Jahres fristen bereits ihr Dasein in einem der vielen Altpapiertonnen. Und die Tage, die ihnen gewidmet waren, verstrichen so schnell, dass ich es kaum glauben mag. Es dauert nicht mehr lange und selbst der Januar liegt schon wieder zur Hälfte hinter mir. Auf den Straßen wünschen sich die meisten Menschen kein „Frohes Neues“ mehr. In den Vorgärten der Siedlungen erinnert kaum noch etwas, an das vergangene Weihnachtsfest. Und bevor der Zauber des neuen Anfangs nun komplett verflogen ist und sich alle langsam auf den Frühling einschießen, möchte ich doch noch kurz das neue Jahr begrüßen. Zumal mit ihm doch eine Menge Veränderungen über das Land ziehen. Jedenfalls für mich. Zwanzigzwanzig ist mein letztes Jahr als Hochzeitsfotograf.

Ich möchte aber an dieser Stelle gar nicht mehr darauf eingehen. Die Entscheidung habe ich bereits im Juli des letzten Jahres getroffen und sie hat sich im November noch einmal gefestigt. Es wird Zeit etwas anderes zu tun und einen neuen Weg zu beschreiten. Und so kann man sagen, dass dieses Jahr, in dem Altes und Neues Hand in Hand gehen werden, ein Jahr der Veränderung sein wird, die mich wirklich irgendwie in Spannung versetzt. Ganz egal. Ich freue mich drauf.               

Ohne Druck

Unter dem Weihnachtsbaum lag eine Therapiedecke für mich. Eine dieser Decken, die ziemlich flach dafür wirklich schwer sind. Ganze 9 Kilogramm Gewicht bringt diese Decke mit sich und übt damit auf mich einen beachtlichen Druck aus. Jedenfalls, wenn ich unter ihr liege. Ein Druck, mit dem ich sehr gut umgehen und der mich tatsächlich viel besser schlafen lässt. Ja, ich kann jedem nur einmal empfehlen, eine solche Decke auszuprobieren. Mein Schlaf hat sich in den letzten Wochen um einiges verbessert. 

Wo wir aber gerade beim Thema Druck sind: Ich habe beschlossen, dieses Jahr komplett ohne Druck zu beginnen. Stattdessen habe ich mir gesagt, dass das Leben immer für mich passiert. Niemals gegen mich. Selbst dann nicht, wenn ich den Sinn der Dinge manchmal nicht verstehe. Ich habe beschlossen, das Leben anzunehmen. So, wie es kommt. Und alle Um- und Widerstände, alle Krisen und Tiefpunkte einfach anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Das hat bislang auch schon wunderbar geklappt und es hat mir gezeigt, wie einfach in ein neues Jahr starten kann, wenn ich all den Ballast der Erwartungen einfach über Bord werfe.  

Was ich 2020 machen möchte:

Nun. Aufgrund der Tatsache, dass ich die Hochzeitsfotografie zum Ende diesen Jahres ja an den Nagel hängen werde, fragen mich immer wieder Menschen, was denn danach kommen wird. Und bislang hab ich immer so schwammig geantwortet. Aber da in diesem Jahr das Neue und das Alte Hand in Hand gehen werden, kann ich es ja einfach mal verraten. Nicht ganz so schwammig wie sonst, aber auch noch nicht ganz fest. Die Sache mit dem Druck. Erwähnte ich bereits. 

Die Sache mit dem Blog

Es gibt Leute, die behaupten, ein Blog würde sich nicht mehr lohnen. Er sei in Zeiten von Instagram, YouTube & Co. nicht mehr zeitgemäß. Es gibt Leute, die behaupten, niemand würde noch Blogs lesen und das der Aufwand, den man dafür betreiben würde, keinen Sinn ergäbe. Doch das ist mir egal und das mit dem Sinn, das hatte ich ja schon erwähnt. Es muss nicht immer Sinn machen, aber Spaß. Und wenn die Freude überwiegt, lohnt es sich immer. Dementsprechend werde ich 2020 mehr Zeit in meinen Blog investieren und ihn mehr mit Leben füllen. Punkt. 

Instagram, Facebook & YouTube

Instagram habe ich – tatsächlich – letztes Jahr erst so richtig für mich entdeckt. Ein Grund, warum ich Facebook vernachlässigt habe. Doch in diesem Jahr möchte ich mich mehr mit beiden Plattformen beschäftigen und beide mehr bespielen. Es ist so wunderbar, wie schnell man über Instagram & Facebook Menschen erreichen und Inhalte teilen kann. Und gerade was meine Fotografie betrifft, ist Instagram wohl die beste Adresse.  

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Neben Instagram & Facebook möchte ich meinen YouTube-Kanal mehr bespielen. Ich glaube, ich habe es schon mal irgendwo erwähnt, dass der Dreh von Videos als auch die Postproduktion mir unheimlichen Spaß machen. Das erste Video ist bereits in Planung und soll schon in den nächsten Tagen online gehen. Genauer gesagt am 19. Januar. In diesem Video werde ich dann aber noch einmal speziell auf dieses Thema eingehen.  

THE NORTHERN FIELDS

Im Laufe der letzten Jahre haben sich immer mehr Fotos angesammelt. Viele davon habe ich bereits auf Instagram gezeigt und immer öfter werde ich gefragt, ob man die Fotos auch kaufen kann. Gerahmt. Auf Leinwand. Fürs eigene Wohnzimmer. Lange Zeit habe ich mich dagegen gewährt, aber mittlerweile denke ich: Warum eigentlich nicht? 

Im Laufe dieses Jahres werde ich mit der Planung, der Entwicklung und der Umsetzung eines Shops beschäftigt sein, der am Ende den Namen „The Northern Fields“ tragen wird und – genau – mein eigener Shop sein wird. Auf diesem wird es dann Fotos zu kaufen geben. Wie das genau aussehen und ob es Partner geben wird, das erfahrt ihr im Laufe der Zeit. Wie gesagt: Kein Druck. 

ZUSAMMENARBEIT, KOOPERATIONEN, USW.

In 2020 möchte ich mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten und kooperieren. Allerdings sollten diese Unternehmen schon zu mir und meiner Einstellung passen. Unternehmen, die Interesse daran haben, Menschen zu inspirieren und zu fördern. Unternehmen, die einen Sinn für Nachhaltigkeit haben und die nicht um jeden Preis Umsatz machen wollen. Das ist mir sehr wichtig, denn ich glaube, wir leben in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit, Menschlichkeit, Nächstenliebe und Zusammenhalt wichtiger sein sollten als blanke Zahlen. Und ich weiß, dass es diese Unternehmen gibt. 

Lass das neue Jahr beginnen.

Ziemlich viel Text für ein paar Gedanken. Viele Worte für eine Begrüßung. Aber es war mir persönlich wichtig, das einfach mal aufzuschreiben. Ich freue mich auf all das. Auch wenn es gleichzeitig bedeutet, dass das kommende Jahr für mich sehr anstrengend werden wird. Aber das macht ja eigentlich nichts, wenn einem das, was man macht, Freude bereitet, oder? Und so beginne ich jetzt das neue Jahr – auch hier – und starte hochmotiviert in die kommenden Monate. Und während ich diese Worte schreiben, laden die Akkus meiner Kameras sich langsam auf. Ich hingegen mache dann mal Feierabend. Kein Druck. Wie bereits erwähnt. Vielleicht sollte ich es heute einfach den beiden Rehen gleichtun. Hinlegen und entspannen. Jedenfalls für heute.